
Driving through Tanzania (and somehow also Kenya and Uganda) requires a special kind of coolness (and calmness). Getting stopped by the police frequently is part of the game. And sometimes you win, sometimes you loose.
The range of approaches is manifold. Some say „hi“, some a very polite „good day, Sir“. Others immediately start to shout at you. Tanzania in particular is known for its police stops and frequent speed traps. And even if you stick to the speed limit, they might fine you because you have driven exactly 50 km/h and 49 km/h would have been better (we were stopped because of this, but did not have to pay).

As described in an earlier blog post, the road between Moshi and Arusha was the one with the highest density of police checks. We have never seen „the first man/woman“ aka „spotter“, but he or she sits somewhere in the bush or a tree or behind a car and takes pictures of people speeding. He or she then sends it to „the second man/woman“ for enforcement a couple of 100m further on. Via WhatsApp. You then get stopped and shown the picture and then have to pay the fine. Can we actually refuse to pay the fine because WhatsApp is hosted on American servers and is not EU approved for safe communication? 😉
For some police people earning a bit of extra money is also part of the game. „What did you bring for me?“ or „Its Christmas/Easter/New Year/Birthday time, what is my gift?“ were some of the questions asked. „I am hungry!“ or „Did you bring me lunch?“ was also often used. We did not entertain this and sometimes had to also join in the agressive mode of communication.

What usually helps is bringing the German Embassy into the game. Two different police people were threatening us that we have to go to court „tomorrow or next week for what we’ve done“ (not sure what it was by the way …) – Christian then said, sure, we have time, lets go to court, but first I have to call the Embassy for their advice. In addition (if required), we stated that we are working with the German government on anti-corruption with African governments … and suddenly everything was ok and we could go. We thought if they can make up stories, why can’t we?
Anyway, after driving more than 1640km on Tanzanian major roads on our way South (not to mention the 1265km on the way North) with 50 (49) km/h or max 80 (79) km/h, we were happy to reach the border to Zambia. The good feeling lasted for about 10 minutes, then the bureaucracy hit us and we had to run around to get the Cruiser back into Zambia. We managed to get a transit permit … valid for 5 days. Zambia apparently does not want any tourists in their Cruisers to enter the country, so we will be driving a lot in the next 4 days towards Botswana…

We will do a review of some numbers at the end of the trip, but one already as a sneak preview: on the 80km stretch between Moshi and Arusha we had to pass 18 police stops.
*no photos of police stops available as it is strictly forbidden to take pictures
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Wenn man durch Tansania (aber auch teilweise Kenia und Uganda) fährt, muss man sich eine gewisse Lässigkeit zulegen. Polizeikontrollen sind Teil der Reise und überall präsent. Und manchmal gewinnt man, manchmal verliert man… 🙂
Die Begrüßungen fielen auch sehr unterschiedlich aus. Von einem einfachen „hi“ zu einem sehr förmlichen „Guten Tag“ gab es alles andere dazwischen auch. Manchmal wurden wir zur Begrüßung auch angebrüllt. Tansania ist besonders bekannt für die vielen regelmäßigen Polizeikontrollen. Und selbst wenn man sich an die 50km/h innerorts exakt hält, kann es passieren, dass man angehalten wird, weil man nicht 49km/h gefahren ist. Kein Witz. Ist uns so passiert. Der Polizist an dem Tag war gut drauf und meinte nur, dass wir bitte darauf achten sollen …

Wie im vorangegangenen Beitrag beschrieben, ist der Straßenabschnitt zwischen Moschi und Arusha im Norden von Tansania besonders stark von Polizeikontrollen gekennzeichnet. Es gibt anscheinend immer eine Vorhut oder Späher, die/der Beamtin/Beamte Nummer 1 sitzt versteckt hinter einem Busch, auf einem Baum oder sonstwo wo man sie/ihn nicht entdeckt und macht Fotos von Verkehrssündern. Diese Fotos werden dann an die nächste Straßenkontrolle gesendet. Per WhatsApp. Wäre natürlich eine lustige Begründung gewesen, zu sagen, dass wir aus der EU kommen und WhatsApp daher nicht akzeptieren können, weil es als unsicher gilt wegen der amerikanischen Server ;-D. Bei „nachgewiesener“ Feststellung eines Vergehens (Geschwindigkeitsübertretung, nicht stoppen am Fußgängerüberweg (manchmal auch wenn keiner da steht …) oder das Überfahren der durchgezogenen Mittellinie), muss die Strafe direkt an Ort und Stelle bezahlt werden. Das Gerät für den mobilen Strafzettelausdruck ist der beste Freund der Polizistin/des Polizisten.
Für einige Polizisten (und hier keine weibliche Form, sorry) gehört ein bisschen Taschengeld verdienen auch zum Arbeitsalltag. „Was hast Du mir mitgebracht?!“ oder auch „Es ist Weihnachten/Neujahr/Ostern/mein Geburtstag – was schenkst Du mir?“ sind typische Fragen. „Ich bin hungrig!“ oder auch „Hast Du mir Mittagessen mitgebracht?“ sind beliebte Phrasen. Wir sind darauf nicht eingangen, mussten aber leider manchmal die agressive Grundstimmung aufgreifen und mitmachen.

Was normalerweise hilft, ist die Deutsche Botschaft mit ins Gespräch zu bringen. Uns wurde zweimal mitgeteilt (weniger freundlich natürlich), dass wir vor Gericht müssten für das was wir gerade getan haben (was genau das war wissen wir bis heute nicht). Christian war dann offen und meinte, klar, gehen wir vor Gericht und klären das, aber vorher muss ich die Botschaft anrufen um zu hören, was sie mir raten würden. Zusätzlich war es immer hilfreich zu erzählen, dass wir im Bereich Anti-Korruption mit den Regierungen verschiedener afrikanischer Länder arbeiten. Plötzlich war alles ok und wir konnten fahren. Wir haben uns gedacht: wenn die sich Geschichten ausdenken, können wir das auch!
Die Fahrt durch Tansania wurde sehr lang, unter anderem, weil ja außerhalb von Ortschaften 80 (79) km/h maximal erlaubt waren. Bei 1640km auf zum Teil sehr neuen und wenig befahrenen Überlandstraßen insbesondere zwischen Arusha / Dodoma / Iringa auf dem Weg nach Sambia war das fast schon deprimierend. Wir freuten uns also auf Sambia, aber die Freude hielt nur 10 Minuten an. Die Grenze war ein totales Chaos und bis wir die nötigen Papiere für den Cruiser erhalten hatten, vergingen zwei Stunden. Wir haben kurzzeitig nach der versteckten Kamera gesucht … Höhepunkt war dann, dass wir nur eine Transit-Erlaubnis erhalten haben. 5 Tage gültig. Für 1560km. Wir mussten also unsere Pläne ändern (eigentlich hatten wir vor drei entspannte Tage im Lower Zambezi Nationalpark zu bleiben) und in den kommenden vier Tagen sehr lang fahren. Dann auf nach Botswana! Es gibt Schlimmeres!

Wir werden ein paar Zahlen und Fakten am Ende der Reise zusammentragen, aber eine Zahl vorab: 18. Die Anzahl an Polizeistopps zwischen Moshi und Arusha bei 80km Fahrtstrecke.
*Es gibt keine Bilder von den Polizeikontrollen, da Fotos machen strengstens verboten ist.






