
After election-related violent protest action in Malawi (the results of the May 2019 elections have been declared void and the people called for the head of the electoral commission to step down) we decided to play it safe and skip our visit this time. It was not an easy decision … not only did we miss to visit some sights, but the alternative route brought us back to Zambia and the „famous“ Great North Road.
The border crossing procedure was already an indicator for the upcoming driving: bad and not organized. We heard a lot about the stretch of road between Nakonde and Mpika (374km) but what we actually came across was worse.

It is unbelievable that this road is part of the long Cape to Cairo route and in addition, the major route between the port of Daressalam and landlocked Zambia.
As a result, it is mainly used by trucks … and needless to say, the tarmac is no more in most parts. The Chinese are „rehabilitating“ the road, as nearly everywhere in East Africa. Well, we also saw several roads donated „by the Amercian people“ mainly in Tanzania, and we know of one EU-funded road, but we mostly saw the Chinese running the big infrastructure projects.

The potholes were bad. Again VW Polo big and deep and muddy due to the heavy rains. Christian drove the Cruiser like a Go-Kart and was super successful in overtaking the trucks. And then the loooong stretches of mud came. The idea of using stones to prevent the mud road to dissolve completely is generally a good one, but if the stones are too big, trucks might get stuck on them.
This happened about two trucks in front of us in oncoming traffic. We stopped and saw that a guy in a Pajero trying to go around the truck without waiting and he also got stuck badly. And here we are in the boiling hot afternoon sun waiting. And waiting. And waiting. And again, waiting. Christian went down to see what’s happening, and 15 people where discussing on how to get the truck and the Pajero out. No one did anything. Although there were big construction machines available to assist.

After 2,5 hours the truck suddenly moved after pulling it away from the stones underneath, the Pajero got pulled out of the mud as well and now the only obstacle was that the traffic was piling up in the lane for the oncoming traffic as well. Not sure how, but a brave flagman got everyone in one line and directed traffic very well.
We were not able to get to Mpika that day so we ended up in a town called Isoka. Thanks to the app iOverlander we found Gracious and her lodge and as she was fully booked, we camped in the parking lot. We are pros by now in doing that 🙂

Off we went early the next day and after Mpika the road conditions improved. So we could cruise further South on the Great North Road …
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Am Abend bevor wir nach Malawi reinfahren wollten, lasen wir in den Nachrichten, dass es gewaltsame Proteste im Land gibt. Dies hing mit den Wahlen im Mai 2019 zusammen, deren Ergebnis nun Anfang Februar 2020 offiziell für ungültig erklärt wurde. Die Menschen forderten den Rücktritt der Chefin der Wahlkommission, die Polizei und das Militär schritten ein. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, aber wir haben den Besuch Malawis’ vertagt. Das hieß gleichzeitig auch, dass wir über Sambia zurück fahren mussten, auf der berühmt berüchtigten Great North Road, der wichtigsten Fernverkehrsstraßen Sambias.

Der Ablauf an der Grenze war schon ein Vorbote für die Straße selbst: chaotisch. Wir haben eine Menge gehört über den 374km langen Abschnitt zwischen der Grenze in Nakonde und der weiter südlich gelegenen Stadt Mpika, aber was wir dann erlebt haben, übertraf alle Prognosen …
Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass diese Straße die Hauptverkehrsverbindung zwischen Sambias Hauptstadtregion um Lusaka und dem Hafen in Daressalam, Tansania, ist. Verlängert ist dieser Abschnitt auch Teil der Verbindung von Kairo nach Kapstadt …

Wir brauchen wahrscheinlich nicht zu erwähnen, dass die Straße hauptsächlich von LKWs befahren wird und das vom Teer an vielen Stellen insbesondere je näher man Richtung Nakonde kommt, nicht mehr viel übrig ist. Wir müssen aber erwähnen, dass ein groß angelegtes Infrastrukturprojekt, finanziert von China, läuft. China baut die meisten Straßen in Ostafrika, wir haben aber auch Straßen „finanziert vom amerikanischen Volk“ befahren und wissen zumindest von einer Straße, die die EU finanziert hat.
Wir haben die neue Straße bereits erahnen können, allerdings mussten wir noch durch die VW Polo-großen, schlammigen Schlaglöcher fahren. Christian fuhr den Cruiser wie ein Go-Kart und überholte die LKWs bei jeder sich ergebenden Gelegenheit. Leider endeten viele der laaaangen Strecken im tiefen Schlamm. Die Idee, Steine unter den Schlamm zu mischen, sodass die Straße nicht ganz aufweicht, ist an sich ja gar nicht schlecht. Aber wenn die Steine eher felsbrockengroß sind, kann der eine oder andere Truck (oder auch ein normales Fahrzeug) schon mal darauf hängenbleiben.

Genau das ist passiert – etwa zwei LKW-Längen vor uns im Gegenverkehr. Ein ganz schneller Mitsubishi Pajero Fahrer wollte am feststeckenden LKw vorbei und ist gleich mal im Schlamm weggerutscht und kam nicht weiter. Da standen wir also, eigentlich noch 250km zu fahren, in der sehr heißen Nachmittagssonne (die obligatorischen Regenwolken machten einen Bogen um uns … Murphy’s Law) und warteten. Und warteten. Und warteten. Ach ja, und wir warteten nach dem Warten. Christian lief in Richtung festgestecktem LKW, vor dem sich schon eine Traube an Menschen versammelt hatte. Alle diskutierten, aber keiner unternahm etwas. Obwohl diverse große Baumaschinen direkt an Ort und Stelle zur Verfügung standen.

Nach 2,5 Stunden bewegte sich etwas – der Felsbrocken vom daraufsitzenden LKW befreit, der Mitsubishi aus dem Schlammgraben mit einer Kette gezogen und weiter ging es. Naja, fast. So wie es anscheinend allgemein gültig, wurde sich natürlich nicht in einer Reihe angestellt, sondern nebeneinander. Deshalb konnte der Gegenverkehr eben auch nicht fahren, weil ja kein Platz war. Ein beherzter Baustellen-Anweiser nahm sich dessen an und dirigierte alle Fahrzeuge so, dass es wieder rollte.
Erst sehr langsam, schon kurz darauf mit „normaler“ Geschwindigkeit, sind wir wieder weitergecruist. Mpika, unser Ziel für den Tag, war nicht mehr schaffbar, und so sind wir vernünftiger Weise in Isoka rangefahren und haben in Gracious‘ Lodge auf dem Parkplatz gecampt – man mag es kaum glauben, aber alle Zimmer waren ausgebucht! Egal, wir sind ja mittlerweile Profis im Campen auf Parkplätzen 🙂

Am nächsten Tag waren wir ausgeruht fürs Cruisen durch die Schlag- und Schlammlöcher und kamen dann zügig im Richtung Süden voran, ab Mpika war die Straße wieder sehr gut ausgebaut und des Namens der Großen Straße nach Norden würdig.




