
After the visit of the Mahale and Gombe National Park visitor center in Kigoma, we were convinced that Mahale is a good self-drive destination. We just had to reach the park headquarters, the officer told us it is a 3-4 hour drive on good roads.

Well … never trust the driving time information from locals. And probably people, that have never drove to the park but took a speed boat (for a couple of thousand US Dollars). In the end, it took us over 3 hours on a very good gravel road and another 2 hours of tough driving. Parts of the road seemed to be impassable, but with the help of the locals, we managed. Sometimes at high speed (ever attempted to drive through knee deep mud with no speed at all? Don’t.), sometimes veeeerrryyy slowly. Exhausted, we reached Mahale Mountain National Park headquarters. Immediately, we packed our stuff and got onto the boat, which took us to the park camp bandas, nice small houses in the middle of the jungle-like forest. There are no roads in Mahale National Park, only walking trails.

After a night of forest noises, we woke up only to hear that the chimps have been spotted and that we have to hurry up as they are moving constantly and this time up the mountains. We were lucky to spot them in a more open part of the forest and we were allowed to stay with them for an hour. Strict rules apply, we also had to wear masks over mouth and nose … with all the humidity, not easy to see through glasses or camera lenses!

It was a fantastic hour – being so close to the chimpanzees, watching them groom each other, play with each other and also fight was an amazing experience. It is good to see that they feel comfortable, reaching numbers of more than a thousand in the whole park. Now it also made sense that the park is not easily accessible, it had a comforting feeling of a lost place and we hope that the chimps can live happily there for a long time to come.

The rest of the day we spent resting, mostly at the beach of Lake Tanganyika. Unfortnately we were not allowed to swim, not because of looming bilharzia, but because of giant crocodiles. The water was so tempting, but as we saw one croc swimming past the beach, we decided to follow this rule.

The next morning we again tried our luck and after a much longer walk and hike up some steep slopes, we found the chimps again. This time really fighting, as two males currently try to get the alpha male out of power. We were caught in the middle of the fight, with one chimp jumping just on top of the tree we stood next to. Scary! The chimps are much bigger than we all thought, and much more powerful as well. We were told they are three times more powerful than humans and pretty fast convinced to follow the guide’s instructions.

It was interesting to hear the full story. Primus, currently the alpha male of the community consisting of 40 chimps, was injured and weaker and therefore another male tried to force him out of power. Both had allies and so the fighting around us started. Primus was alpha male since 2012 and is approximately 35 years old, now it is time for a different male to take over. We do not know how the fight ended, but ultimately, Primus will be a normal member of the community and will obey all rules of new alpha male. See some parallels to politics? Just saying …

Our way out of Mahala and back to Kigoma, we found a much better road due to mud holes drying up – luckily, no new rain hit the region … we arrived at the ferry and caught the last one, happy to know that we can now spend two nights in Kigoma, trying to sort out some stuff and welcoming a friend from Berlin who joins our group of four for the next few weeks. Uganda is up next!

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Nach dem Besuch des Besucherzentrums für die 2 Nationalparks in der Nähe von Kigoma, Mahala Mountain Nationalpark sowie Gombe Nationalpark, waren wir der festen Überzeugung, dass Mahale eine gute Option für Selbstfahrer ist. Wir müssten nur bis zum Park-Management Büro fahren, dann geht es weiter per Boot. Der Kollege im Besucherzentrum meinte, die Straße sei gut, eine Fährfahrt müsste eingeplant werden aber nach 3-4 Stunden seien wir vor Ort.

Wir wissen nun: traue keiner Angabe zur Fahrtzeiten! Und schon gar nicht, wenn derjenige, der sie ausspricht, wahrscheinlich selbst noch nie dorthin gefahren ist, sondern wenn dann das Schnellboot ab Kigoma genommen hat. Nach beschwerlicher Anreise von über 5 Stunden haben wir dann das Auto am Hauptquartier des Parks abstellen können. Natürlich mussten wir vorher diverse Schlammlöcher, Schlaglöcher, nicht vorhandene Straßen usw. meistern … irgendwann standen wir sogar auf einer neuen Brücke, die leider weder An- noch Weiterfahrt bot. Quer durch diverse Dörfer ging es auch, gefühlt durch die Hinterhöfe der Häuser. Wir waren natürlich eine Attraktion … Und wer glaubt, man könnte langsam durch ein kniehohes Schlammloch fahren, der irrt. Bitte nicht probieren – Vollgas, gegenlenken und hoffen, dass die Palmen bei Bedarf aus dem Weg springen bzw. man genau die Lücke erwischt. Wir haben sie erwischt … die Lücke.

Am Hauptquartier des Parks angekommen, haben wir Klamotten, Essen, Wasser und uns auf ein kleines Boot verfrachtet und sind 20 Minuten an der Küste entlang zur Unterkunft gefahren. Die Bandas, kleine Häuser, des Nationalparks lagen mitten im Wald und trotzdem nur 100m vom schönen Strand des Sees entfernt. Es gibt keine Straßen im Nationalpark, nur Wanderwege … diese würden wir morgen mal ausprobieren.

Am Morgen wurde es dann hektisch, wir mussten das Frühstück abbrechen, da die Schimpansen vom Tracker gefunden wurden und sich bewegten, die Berge hinauf. Es galt also, schneller zu sein als sie. Nach 40 Minuten teilweise quer durch den Wald fanden wir sie – und waren fasziniert. Wir durften eine Stunde mit den Schimpansen verbringen, ihnen beim Spielen, gegenseitig pflegen und kämpfen zuschauen und zuhören. Es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Anzahl der Schimpansen im Park wächst, derzeit sind es über 1000. Dieser Ort ist so weit weg von allem – genau so soll es sein!

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Ausruhen am Strand. Leider war baden nicht möglich, dieses Mal nicht wegen Bilharziose, sondern wegen der Krokodile. Diese zogen ihre Bahnen im See … an diese Regel haben wir uns also gehalten.

Am nächsten Morgen mussten wir viel länger laufen, teilweise auch sehr steil den Berg hoch und hatten dann wieder Glück – mitten im Wald (mehr noch als am Tag davor) haben wir die Gruppe wiedergefunden. Der Tracker hatte gute Arbeit geleistet! Die Stunde bei den Schimpansen war gefüllt mit Beobachtungen von Rangkämpfen unter den männlichen Tieren. Das derzeitige Alphatier, Primus, wurde herausgefordert, ein jüngerer Schimpanse hat mit Verbündeten versucht, ihn zu entmachten. Es war ziemlich laut und hektisch und wir mittendrin. Und plötzlich saßen die Schimpansen direkt über uns im Baum … Schimpansen sind doch größer als man denkt, und auch ziemlich kräftig! Da die Schimpansen dreimal mehr Kraft als Menschen haben, folgten wir den Verhaltensanweisungen des Rangers ohne zu zögern.

Die Kämpfe um die Rangordnung sind besonders. Das gegenwärtige Alphatier ist seit mehr als 7 Jahren Anführer der Gruppe, er ist ca. 35 Jahre alt und führt ca. 40 Schimpansen der Gruppe. Wir wissen nicht, wie der Kampf ausgegangen ist (Primus hat eine Verletzung davongetragen und war geschwächt), aber bald wird der Herausforderer die Stellung eingenommen haben und Primus normales Mitglied der Gruppe sein und den Befehlen folgen.

Auf dem Weg von Mahale nach Kigoma haben wir von gutem Wetter profitiert, die Schlammlöcher waren abgetrocknet, die größten Schlaglöcher wurden sogar von Anwohnern ausgebessert. Wir erreichten die letzte Fähre für den Tag und waren froh für zwei Nächte in Kigoma zu sein. Einkäufe mussten erledigt werden und dann begrüßten wir auch einen Freund aus Berlin, der uns für ein paar Wochen begleitet. Nun sind wir komplett – 2 Autos, 5 Leute. Uganda, wir kommen!


